Die Haarschere ist das wichtigste Werkzeug jedes Coiffeurs

Die Haarschere

Es lohnt sich eine professionelle Coiffeurschere zu kaufen!

Haarschere ist nicht gleich Haarschere

Die Auswahl an Friseurscheren ist riesig und die Unterschiede sind enorm. Etliche Marken buhlen um die Gunst der Haarschneider und das Angebot reicht preislich von zweistelligen bis vierstelligen Modellen. Wer vom Haareschneiden lebt, sollte in jedem Fall etwas Zeit und Geld investieren, um sich danach eine lange Zeit an der Schere zu erfreuen.

Ähnliches gilt für Hobby-Coiffeure: Coiffeurscheren verhindern durch die spezielle Schärfe die Verursachung von Spliss beim Schneiden. Normale Scheren dagegen begünstigen diesen. Deshalb sollte man immer auf eine professionelle Haarschere setzen, wenn man jemandem die Haare schneidet, auch wenn es „nur“ privat ist.

Die beste Haarschere - ist für jeden eine andere.

Je nach dem ob sehr dicke Haare geschnitten werden und die Schere massiv in der Hand liegen soll, oder ob man eine möglichst leichte oder wendige Schere bevorzugt gibte es auch unter den Profi Scheren eine immernoch sehr grosse Auswahl. Von KASHO über JOEWELL bis zu TOGIYA, AKKOHS und TAKAI und natürlich JAGUAR gibt es Scheren im oberen Preissegment welche mit ganz harten Stahlsorten wie V10 und Cobalt ein Härte von bis zu 65° Rockwell erreichen. Weitere Infos unter: Scheren Marken

Es gibt grundsätzlich drei Scherentypen:

1. Zwei glatte Schneideblätter: Die wichtigste Schere, weil man damit normal schneiden kann. Alle Haareschneidescheren mit zwei glatten Schneideblättern sind unter Sliceschere zusammengefasst. Viele Coiffeurscheren sind nämlich so scharf, dass man damit slicen kann.

2. Ein glattes und ein gezahntes Schneideblatt: Eine gezahnte Seite führt dazu, dass nur etwa die Hälfte des Haars entfernt werden. Das kann zum Ausdünnen oder einer Stufung verwendet werden. Einfach gezahnte Haarscheren sind einfacher zum Handhaben als doppelt gezahnte. Mehr Informationen finden Sie unter Modellierschere.

3. Zwei gezahnte Schneideblätter: Durch die doppelte Zahnung der Scherenblätter schneidet diese Schere nur noch etwa ein Drittel der Haare heraus. Man braucht etwas Übung und für Anfänger ist eher eine Modellierschere zu empfehlen. Weitere Informationen zu der Profiklasse der gezahnten Haarscheren gibt es für alle unter Effilierschere.

Aufwändiges Herstellungs­verfahren

Gute Haarscheren werden in ausgeklügelten Verfahren produziert. Für eine sehr gute Haarschere von Jaguar sind beispielsweise bis zu 120 Arbeitsschritte nötig.

Herstellung einer Jaguar Friseurschere

Joewell ist eine der bekanntesten und ältesten Scherenmarke und bietet für jede Schneidetechnik ein passendes Modell:

Best of Joewell Scheren Link


Wie komplex der Herstellungsprozess mitunter sein kann, zeigt ein Blick auf ein deutsches Patent mit dem Titel «Verfahren zur Herstellung einer Friseurschere».

Verschiedene Grössen

Material

Für die Herstellung von Profi-Friseurscheren in absoluter Top-Qualität ist das Material essenziell. Die verwendete Stahlsorte und die Behandlung die von den Scheren-Rohlingen genossen wird, ist entscheidend. Viele Manufakturen haben Speziallegierungen (Metallmischung) entwickelt und wenden dabei ausgeklügelte Verfahren an. Es ist wichtig, dass der Edelstahl eine hohe Härte erreicht. Härtegrade werden bei Coiffeurscheren mit der Rockwell-Skala gemessen.

Der Hochqualitätsstahl wird 3-fach hitzebehandelt und nicht selten werden dabei Temperaturen von über 1000 Grad Celsius erreicht. Wenn der Stahl extrem strapazierfähig sein und der Schliff selbst bei sehr starker Nutzung lange perfekt bleiben soll, wird das Material zusätzlich bei Tiefsttemperaturen von bis zu minus 180 Grad geschockt. Das garantiert eine solche Härte, dass die Schneiden dieser Scheren rasierklingenscharf geschliffen werden können und zudem häufiger eingesetzt werden können, bevor man sie nachschleifen muss.

Klinge und Schliff

Die Klinge und der Schliff gehören sicherlich zu den wichtigsten Aspekte bei einer Schere. Die Härte und Beschaffenheit der Klinge bestimmt wie fein und scharf die Schere überhaupt geschliffen werden kann. Und ein ausgezeichneter Schliff zeugt davon, dass der Schleifmeister es versteht die bestmögliche Schärfe aus einer Coiffeurschere herauszuholen.

Schraube

Die Schraube hält die Haarschere zusammen. Bei guten Scheren kann man die Spannung einstellen und sie sollte in regelmässigen Abständen mit dem passenden Schlüssel nachjustiert werden. Die Schere hat dann eine ideale Spannung, wenn sich die Schenkel der Schere in einem 90° Winkel nicht mehr bewegen.

Griff und Form

Die Form von Coiffeurscheren kann man grob in zwei Grundformen unterteilen. Es gibt die gerade Form (Straight Design) und die ergonomische Form (Offset Design). Bei der geraden Form liegen die Griffringe auf der gleichen Höhe und die Schäfte der Schere sind gleich lang und verlaufen identisch zur Schraube. Am besten ist das Straight-Design für Coiffeure geeignet, die am liebsten mit dem Daumen und Mittelfinger schneiden.

Professionelle Coiffeure, die mit dem Daumen und Ringfinger schneiden, bevorzugen häufig die ergonomische Scherenform. Offset-Scheren haben einen kürzeren Schaft für den Daumen und einen längeren für den Zeigefinger. Dadurch können die Haare in gleichmässigeren und flüssigeren Bewegungen geschnitten werden und die Schere liegt perfekt in der Hand.

Es gibt viele Scheren deren Griff eine Fingerauflage mitbringt. Sie gibt dem Führungsfinger mehr Stabilität und Kontrolle und der Daumen kann sich unangespannt und locker bewegen. Noch mehr Bewegungsfreiheit betietet ein anatomisch geformter Scherengriff. Dabei ist der Daumenring leicht abgeneigt und der Daumen kann sich noch natürlicher und entspannter um den Ring legen.

Links

Die Namen der verschiedenen Scherenteile
Haarscheren bei Wikipedia